Alles was du brauchst sind ein Zettel, ein Stift und ein paar ruhige Minuten am Tag. Vielleicht noch eine Frage, die etwas anstößt, die dich gerade beschäftigt und triggert. Dann lässt du alles was dich dazu beschäftigt aus deinem Kopf herausfließen und schreibst es auf. Das ist Journaling. Wenn du das regelmäßig machst, wird sich dein Leben positiv verändern. Denn du bist mit dir und deinem Innersten verbunden. Vielleicht bist du schon öfter über den Begriff Journaling gestoßen und fragst dich, was das eigentlich genau ist und wie du ganz leicht einen Einstieg findest – hier erkläre ich dir was du brauchst und wie ein Anfang klappt.

Journaling heißt nicht Tagebuchschreiben

Beim klassischen Tagebuch schreiben, wie es viele von uns früher als kleine Mädchen getan haben, geht es um äußeres Erleben, um Geschehnisse des Tages, vielleicht auch um Ärgernisse. Aufgeschrieben werden vor allem Äußerlichkeiten. Beim Journaling, das übrigens aus den USA kommt, und dort schon lange in der Psychologie zum Stressabbau eingesetzt wird, geht es um dein Innerstes. Indem du aufschreibst was du fühlst und was dich beschäftigt kannst du Spannungen abbauen – und von Innen heraus kreieren was du im Außen erleben willst.

Der Stift weiß was du fühlst

Journaling ist wie Denken mit dem Stift. Der Stift weiß was du fühlst, manchmal sogar bevor es dein Kopf weiß. An Tagen, an denen mir tausend Gedanken durch den Kopf gehen und ich nicht weiß wo ich anfangen soll, nehme ich zuallererst mein Notizbuch und fange an zu schreiben. Danach weiß ich, wie ich meinen Tag gestalte.

Deine Antworten sind alle in dir

Bei Herausforderungen im Leben oder Fragen, die einen beschäftigen, suchen die meisten von uns die Antworten im Außen: Du fragst deine Freunde und Familie um Rat, liest Ratgeber, suchst im Internet. Das ist gut so und absolut in Ordnung, aber: Warum fragest du dich nicht selbst? Für manche Fragen ist es hilfreich, dass du dir bewusst Zeit für dich nimmst und dich mit deinen Gefühlen und Gedanken verbindest – indem du schreibst. Papier ist geduldig, sagt der Volksmund. Die Zeilen gehören dir allein, es gibt beim Journaling kein richtig und kein falsch, nicht mal ein passend oder unpassend.

Wenn du Journaling in deinen Alltag integrierst, wirst du

  • fokussierter sein
  • mehr Klarheit für deinen Alltag und über dein Leben haben
  • dein Selbstbewusstsein stärken, indem du dir über dich bewusst wirst
  • dich mit deinen Zielen und deiner Vision zu verbinden
  • ein Bewusstsein für deine Gedanken, Gefühle und Gewohnheiten bekommen
  • dir wertvolle Erkenntnisse schenken
  • gelassener sein
  • kreativer sein

„Wenn dein Herz spricht, solltest du mitschreiben.“

(Judith Campbell)

So kannst du mit Journaling loslegen

Es gibt viele verschiedene Techniken: Du kannst vorgegebene Satzanfänge vervollständigen, dir selbst Briefe schreiben, Wünsche manifestieren und mit Affirmationen arbeiten. Eine Methode, die ich selbst sehr gerne nutze, sind Impulsfragen. Sie können unabhängig voneinander sein oder einige Tage lang aufeinander aufbauen. In jedem Fall stoßen sie einen inneren Reflexionsprozess zu einem bestimmten Thema an.

Egal für was du dich entscheidest, wichtig ist, dass du deine Gedanken frei fließen lässt. Du bewertest nicht, du besserst nicht aus, du zensierst nichts. Der Text gehört dir. Denn wenn du aufhörst, deine Gedanken zu lenken und sie einfach loslässt, können innere Blockaden aufgelöst werden und du gewinnst Klarheit.

Schreibimpulse sind immer eine Einladung an dich.

Zur Einkehr.
Zur Reflexion.
Zum Innehalten.

Was du dazu brauchst

Such dir ein schönes Notizbuch oder Briefpapier, das dich anspricht und in das du gerne schreibst. Überlege dir, welche Uhrzeit für dich passend ist. Julia Cameron empfiehlt in „Der Weg des Künstlers“ gleich morgens nach dem Aufstehen einige Minuten lang „Morgenseiten“ zu schreiben. Für mich war das zu Beginn unpassend, ich habe lieber am Abend mit Hilfe von Impulsfragen reflektiert und geschrieben. Mittlerweile finde ich es aber auch morgens sehr inspirierend uns schreibe meine Ziele für den Tag und die kommenden Monate auf. Auch hier gilt: Es ist dein Journaling, schau was für dich passt und wann du es in deinen Alltag integrieren kannst.

Gute Einstiegsfragen sind

Wie geht es mir gerade? Wie fühle ich mich?
Für was bin ich dankbar?
Was möchte ich bewirken?

Journaling kann dir sowohl vor der Meditation helfen, um deine Gedanken zu beruhigen. Aber auch danach, um aufzuschreiben was eventuell hochgekommen ist, an Ideen entstanden ist usw. Probiere es aus und finde deinen Weg damit…

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