WordPress ist nicht gleich WordPress. Das ist vielen nicht klar. Als ich meine erste WordPress-Website eingerichtet habe, bin ich durch Zufall darauf gestoßen, dass es einen Unterschied zwischen WordPress.com und WordPress.org gibt. Gott sei Dank, muss ich sagen. Denn es gibt erhebliche Unterschiede zwischen beiden Systemen. Kurz gesagt: WordPress.com ist eine fertige Bloghosting-Lösung, während Wordpress.org das selbstgehostete WordPress ist. Beide schauen wir uns genauer an. 

WordPress.com: Der Baukasten aus dem Hause WordPress 

WordPress.com ist das Baukastensystem von WordPress. Ähnlich wie Jimdo, Wix oder Squarespace ist es eine fertige Lösung für deinen Blog. Baukästen haben den Vorteil, dass auch Laien jederzeit eine Website erstellen können. Die Systeme sind selbsterklärend und gut verständlich. Du musst dich praktisch um nichts kümmern. Hosting (also der Speicherplatz deiner Website), Updates, Sicherungskopien usw. sind inklusive. WordPress.com ist in der Basisversion – wie viele andere Baukästen auch – kostenlos.

Klingt zu gut um wahr zu sein? Genau, es gibt auch Nachteile. Die in meinen Augen für ein Business gravierend sind. Im kostenlosen Tarif kannst du z.B. keine eigene Domain verbinden. Deine URL endet immer auf WordPress.com: deinunternehmen.wordpress.com. Damit kannst du auch keine professionelle E-Mail Adresse wie deinname@deinunternehmen.de mit deiner Website verknüpfen. Zudem ist die Seite mit Werbung von WordPress gekennzeichnet, die du nicht beeinflussen kannst.

Zusatzfunktionen kosten extra

Möchtest du das alles ändern benötigst du einen höheren Tarif. Das kostet allerdings. Im Businesstarif für 25 Euro/Monat bei jährlicher Zahlung kannst du Google Analytics einbinden, SEO-Tools nutzen, PlugIns (das sind Erweiterungen, etwa um einen Newsletter einzurichten) installieren, eigene Themes (das sind Design-Vorlagen) hochladen und hast Zugang zu deinem ftp-Server. Alles Tools, die du für ein professionelles Business brauchst. Allerdings hast du immer noch eine Baukasten-Website, die, wenn dein Business wächst, an ihre Grenzen stoßen wird – sowohl vom Design her als auch von ihren Funktionen.

Fazit: Baukästen wie WordPress.com klingen auf den ersten Blick verlockend – es wird einem vieles abgenommen. Auf den zweiten Blick stoßen sie irgendwann an ihre Grenzen was die Funktionen für ein professionelles Business betrifft. Zusätzliche Tools kosten extra – und die Preise sind happig. Zum Vergleich: Hosting-Pakete für WordPress.org beginnen bei rund fünf Euro/Monat – mit mehr Speicherplatz, meist mehreren Domains und E-Mail-Adressen. 

Vorteile WordPress.com

  • einfache Bedienung
  • im Basis-Tarif kostenlos
  • Website-Wartung ist inklusive
  • schnelles Erstellen einer Website

Nachteile WordPress.com

  • Upgrades sehr teuer
  • geringer Speicherplatz (3 GB)
  • keine eigene Domain & E-Mail im kostenlosen Tarif
  • Werbeeinblendungen
  • wichtige Funktionen nur mit Aufpreis: Google Analytics, SEO, Newsletter, PlugIns

WordPress.org: Das flexible Open Source System

Ich habe mich damals für WordPress.org entschieden – die Basis meiner heutigen Arbeit. WordPress.org ist quasi „das Original“, das kostenlose Open Source System mit dem du deine Website oder deinen Blog selbst hosten kannst. Das gibt dir die absolute Freiheit, alles so einzurichten wie du es brauchst und möchtest. Du benötigst lediglich einen Hoster, also Speicherplatz für deine Website und deine Datenbank sowie ein Theme für das Layout. Die Auswahl und die Erweiterungen sind quasi unbegrenzt und oft sogar kostenlos. Du nutzt von Anfang an deine eigene Domain und kannst die Website beliebig um- und ausbauen. Newsletter, Mitgliederbereich, geschützte Seiten – das ist alles kein Problem. Das heißt aber auch, dass du dich um die Pflege, sprich Wartung deiner Website sowie die Technik selbst kümmern oder du jemanden damit beauftragen musst. 

Alles ist möglich 

Ich bin ehrlich: Diese Freiheit kann auch überfordern. Gerade wenn du ganz am Anfang stehst, mag dir das System wie ein Buch mit sieben Siegeln vorkommen. Oft haben Kunden auch gehörigen Respekt davor, die berühmte Angst vor der Technik. Da WordPress aber so beliebt ist, findest du für jede Kleinigkeit eine Anleitung im Netz, oft mit Video. Viele Hoster haben auch detaillierte Einführungen für die Installation. Hast du dich einmal eingearbeitet sind die Hindernisse überschaubar. Es gibt sogar ein deutsches Forum, in dem man binnen Minuten Antworten erhält.

Vorteile WordPress.org

  • kostenloser Download der Software
  • kostengünstige Hosting-Tarife mit selbstgewähltem Speicherplatz
  • Website ist beliebig erweiter- und umbaubar 

Nachteile WordPress.com

  • die Möglichkeiten können anfangs überfordern
  • genauso wie die Technik 
  • Einarbeitung in Bedienung & Wartung
  • ggf. Kosten für Premium-Theme, PlugIns oder Webdesigner 
  • du machst mehr selbst

Fazit

Ja, das selbstgehostete WordPress erfordert mehr Einarbeitung und Eigenleistung, dafür bekommst du aber volle Flexibilität. Für mich der entscheidende Vorteil. Welche Ansprüche du an deine Website und deinen Blog hast, weißt letztendlich nur du. Ich habe es aber schon so oft erlebt, dass Kunden irgendwann doch zum „richtigen“ WordPress wechseln wollen, weil die Anforderungen sich geändert haben und der Baukasten an seine Grenzen stößt. Wenn du vor hast, mit deinem Business zu wachsen, steigen auch deine Ansprüche – ein Baukasten kommt da auf Dauer nicht mit…  

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